Marktbericht
Nachhaltigkeit auf dem Markt für Heimwerkerbedarf
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Blogs I published 18 July 2024 I Dirk Hoogenboom
Die Bereitschaft, in nachhaltige Modernisierungsmaßnahmen zu investieren, erholt sich bis ins Jahr 2026
Nach einem Rückgang im Jahr 2024 zeigen die europäischen Verbraucher wieder verstärktes Interesse an Investitionen in nachhaltige Modernisierungsmaßnahmen. Die Kreditkosten sind gesunken, die Preise für Wärmepumpen und Solaranlagen normalisieren sich endlich wieder, und Förderprogramme werden erneut aufgelegt. Wir haben zwar noch nicht wieder die Höchststände von vor 2024 erreicht – aber wir bewegen uns in die richtige Richtung. Schauen wir uns die Lage also einmal genauer an.
2024 – Ein Rückgang bei Ausgaben und Engagement
Im Jahr 2024 waren nur 28 % der Verbraucher bereit, in nachhaltige Renovierungsmaßnahmen zu investieren – ein Rückgang gegenüber den 38 % des Vorjahres. Selbst das allgemeine Interesse – also diejenigen, die sich lediglich über Möglichkeiten informierten und nominell eine gewisse Zustimmung äußerten – sank von 50 % im Jahr 2023 auf 45 %.
Es war eine Kombination aus ungünstigem Zeitpunkt und ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen:
- Die Zinssätze waren nach wie vor hoch, sodass eine Finanzierung für viele nicht nur unattraktiv, sondern schlichtweg unerschwinglich war
- Die Anschaffungskosten waren überhöht – Solarmodule und Wärmepumpen waren für Haushalte mit mittlerem Einkommen unerschwinglich
- Staatliche Anreize waren entweder unklar, verzögerten sich oder wurden gekürzt; dies führte dazu, dass die Unsicherheit stark zunahm und das Vertrauen schwand
Zu den am stärksten betroffenen Ländern zählten Deutschland, Belgien und das Vereinigte Königreich – Märkte, in denen die staatliche Unterstützung nachließ und die Inflation stark zunahm. Auch Märkte mit besserer Entwicklung, wie die Niederlande und Schweden, verzeichneten einen spürbaren Rückgang.
2025 – Die Rahmenbedingungen haben sich verändert
Nun ist eine Korrektur zu beobachten. Die Finanzierung ist günstiger geworden. Die Installations- und Technikkosten sinken. Die Regierungen setzen erneut auf Förderprogramme. Und – was wohl am wichtigsten ist – Verbraucher, die ihre Pläne im vergangenen Jahr aufgeschoben hatten, kehren nun auf den Markt zurück.
Aus diesem Grund rechnen wir für das Jahr 2025 mit etwa 35 % der europäischen Eigenheimbesitzer bereit sein werden, wieder zu investieren – eine solide Erholung gegenüber den Tiefstständen von 2024 – und dass das Gesamtinteresse (derjenigen, die Renovierungsmaßnahmen in Betracht ziehen) wieder auf etwa 48–50 % des Marktes zu steigen.
Das ist kein Hype. Es ist das Ergebnis dreier miteinander wechselwirkender Kräfte:
Geringere Kreditkosten
Die Haushalte haben wieder Zugang zu Krediten, und für viele wird dies der Anstoß sein, aufgeschobene Modernisierungsmaßnahmen wieder in Angriff zu nehmen.
Kostengünstigere Technologie
Die Preise für Wärmepumpen sind um 10 bis 15 % gesunken. Die Preise für Solaranlagen sind in einigen Märkten um bis zu 20 % gefallen. Die Installationsnetzwerke arbeiten effizienter, und der Wettbewerb trägt zur Kostensenkung bei.
Anreize werden wieder eingeführt
Frankreich und Deutschland haben ins Stocken geratene Programme wieder aufgenommen. Italien fördert Modernisierungsmaßnahmen weiterhin durch eine Kombination aus steuerlichen Anreizen und kommunalen Zuschüssen. Spanien treibt sowohl nationale als auch regionale Programme voran, die tatsächlich Inanspruch genommen werden.
Entwicklungen auf Länderebene
Italien verzeichnet den stärksten Aufschwung: Die Investitionsbereitschaft steigt von 24 % im Jahr 2024 auf 37 % im Jahr 2025. Frankreich folgt dicht dahinter mit 33 %, wobei die Anfang 2025 eingeführten neuen Anreize an Dynamik gewinnen. In Spanien hat der Anteil der investitionswilligen Anleger die 35-Prozent-Marke überschritten – ein Niveau, das seit 2022 nicht mehr erreicht wurde.
Deutschland verzeichnet lediglich eine moderate Erholung auf etwa 30 %, die durch uneinheitliche staatliche Fördermaßnahmen und anhaltende politische Debatten gebremst wird. Das Vereinigte Königreich schneidet weiterhin am schlechtesten ab: Die Investitionsbereitschaft stagniert bei 25 %, was in erster Linie auf begrenzte politische Unterstützung und anhaltende Bedenken hinsichtlich der Finanzierbarkeit zurückzuführen ist.
Ein Blick auf das Jahr 2026
Sollten die Zinssätze niedrig bleiben, die Preise für Technikprodukte weiter sinken und die Fördermaßnahmen bestehen bleiben, werden wir im Jahr 2026 ein weiteres Wachstum verzeichnen. Der Anteil der Haushalte, die sich mit nachhaltigen Modernisierungsmaßnahmen befassen, wird voraussichtlich bei 60 % oder darüber liegen. Die Bereitschaft, tatsächlich Geld auszugeben, könnte 40 % erreichen, was den höchsten Stand seit fünf Jahren darstellen würde.
Die großen „Falls“ liegen jedoch auf der Hand:
- iSollten die Regierungen ihre Ausgaben erneut kürzen, gerät die Erholung ins Stocken
- Sollte die Inflation wieder ansteigen und die Preise steigen, werden die Verbraucher erneut zurückhaltender werden
- iSollten die Zinssätze langsam steigen, versiegen die Finanzierungsmöglichkeiten
Derzeit sehen die Fundamentaldaten stabil aus – und das reicht aus. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, wird auch das Wachstum anhalten.
Saisonale Einflussfaktoren: Nicht mehr nur eine Wintergeschichte
Zudem hat sich die Einstellung der Menschen in Bezug auf Wärmedämmung und Energieeffizienz gewandelt. Es geht nicht mehr nur um das Heizen im Winter. Angesichts der immer heißeren Sommer auf dem gesamten Kontinent spielt nun auch die Kühlung eine Rolle.
Verbraucher betrachten Wärmedämmung mittlerweile als eine ganzjährige Wertsteigerung, die dafür sorgt, dass Wohnungen im Sommer kühler und im Winter wärmer bleiben. Dies gilt insbesondere für Mittel- und Südeuropa, wo die Sommerhitze zunehmend zu einem ernsthaften Problem für den Wohnkomfort wird. Dies verändert, wann und warum Menschen investieren.
Fazit
Der Einbruch im Jahr 2024 war deutlich spürbar und hatte konkrete Ursachen. Diese Ursachen werden jedoch angegangen, und der Aufschwung im Jahr 2025 hat bereits eingesetzt. Derzeit geht man davon aus, dass sich die Erholung bis ins Jahr 2026 fortsetzen wird, sofern keine größeren politischen oder makroökonomischen Rückschläge eintreten.
Wenn Sie im Bereich der Bereitstellung, Finanzierung oder Installation nachhaltiger Lösungen für den Wohnbereich tätig sind, bietet sich Ihnen nun erneut eine Chance. Die Verbraucher sind motiviert, Finanzierungsmöglichkeiten stehen wieder zur Verfügung, und zum ersten Mal seit langer Zeit erscheint die Wirtschaftlichkeit nachhaltiger Lösungen für den Wohnbereich einem wachsenden Marktsegment tatsächlich sinnvoll.
Konzentrieren Sie sich weiterhin auf die Erschwinglichkeit, einen klaren ROI und die Vermittlung von Komfort das ganze Jahr über. Behalten Sie zudem die politische Lage im Auge (denn dies ist nach wie vor der Hebel, der die Kaufbereitschaft von einem Tag auf den anderen nach oben oder unten beeinflussen kann).
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