Marktbericht
Einblicke und Tipps zum Thema Heimwerkerarbeiten
Gewinnen Sie mit dem „European Home Improvement Monitor“ wertvolle Einblicke in den europäischen Heimwerker-Markt. Informieren Sie sich über Markttrends, Prognosen und Analysen, um fundierte Geschäftsentscheidungen zu treffen.
Blogs I published 06 December 2023 I Dirk Hoogenboom
Die Auswirkungen der Pandemie auf den Markt für Heimwerkerbedarf
Im Nachhinein betrachtet ist dies gar nicht so verwunderlich. Die Verbraucher verbrachten aufgrund von Lockdowns und der Notwendigkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, zunehmend mehr Zeit in ihren eigenen vier Wänden. Damit waren zwei der drei Hauptfaktoren für den Anstieg der Renovierungsarbeiten erfüllt: Da keine Fahrten ins Büro mehr erforderlich waren und die Aktivitäten im Freien eingeschränkt waren, stand mehr Zeit für Renovierungsprojekte zur Verfügung, und da die Verbraucher mehr Zeit in ihren vier Wänden verbrachten, wurden sie mit weitaus mehr möglichen Renovierungsprojekten konfrontiert. Damit meine ich, dass den Verbrauchern durch die längere Zeit zu Hause plötzlich auffiel, dass die Wände einen neuen Anstrich vertragen könnten oder dass ihr „Heimbüro“ einige Verbesserungen gebrauchen könnte. Das dritte Element in dieser Gleichung ist das Budget. Der Bedarf und die Zeit waren vorhanden, doch für Renovierungsarbeiten ist auch Geld erforderlich. Aufgrund der Lockdowns stand den Verbrauchern plötzlich mehr Geld zur Verfügung, da die Ausgaben für Dinge wie Restaurantbesuche usw. drastisch zurückgingen. Zudem waren die Urlaubszeiten stark eingeschränkt, sodass auch für Urlaubsreisen weniger Geld ausgegeben wurde.
Länderübersicht
Ab April haben wir Verbraucher in elf europäischen Ländern dazu befragt, wie sich die Coronavirus-Pandemie auf ihr Renovierungsverhalten ausgewirkt hat. Der vollständige, kostenlose Bericht ist über unsere Website abrufbar. Den Link finden Sie in den Kommentaren unten. Bereits im April gaben 19 % der europäischen Verbraucher an, dass sie aufgrund von Corona mehr Renovierungsarbeiten als üblich durchführten. Bei den Millennials stieg dieser Anteil auf 25 %. Dieser Trend hielt an: Bei unserer jüngsten Erhebung im Januar gaben 23 % der europäischen Verbraucher an, dass sie mehr Renovierungsarbeiten durchführen. Auch hier war der Anteil bei den Millennials am höchsten (31 %). Der Großteil der in den letzten Monaten durchgeführten Arbeiten betraf den Bereich der Dekoration.
Nicht alle Entwicklungen waren positiv und schwierig. Ein wesentlicher Bestandteil des europäischen Heimwerker-Marktes ist DIFM, also „Do-it-for-me“. Viele Verbraucher standen und stehen jedoch weiterhin skeptisch gegenüber der Anwesenheit von Fachleuten in ihren eigenen vier Wänden. In unserer jüngsten Erhebung gaben 50 % der europäischen Verbraucher an, dass sie DIFM-Aufträge vorerst lieber verschieben würden. Zu Spitzenzeiten lag dieser Anteil bei 71 %. Für Fachleute, die überwiegend an Renovierungsprojekten in Privathaushalten arbeiten, hat die Coronavirus-Krise somit eindeutig negative Auswirkungen.
Nun zur entscheidenden Frage: Wird sich dieser Anstieg bei den Renovierungsarbeiten im Jahr 2021 fortsetzen? Die kurze Antwort lautet: Ja. Unsere Anzeichen deuten auf ein weiterhin hohes Niveau an durchgeführten Renovierungsarbeiten hin. 27 % der europäischen Verbraucher gehen davon aus, dass sie im Jahr 2021 mehr Geld für Renovierungsarbeiten ausgeben werden als im Jahr 2020. Allerdings ist der Anteil der Verbraucher, die angeben, in den kommenden drei Monaten mehr Renovierungsarbeiten durchführen zu wollen, in etwa gleich groß wie der Anteil derjenigen, die angeben, weniger Arbeiten durchführen zu wollen. Dies bedeutet, dass die Anzahl der durchgeführten Arbeiten höchstwahrscheinlich auf dem hohen Niveau von 2020 bleiben wird, pro Arbeit jedoch mehr Geld ausgegeben wird. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Verbraucher umfangreichere Projekte in Angriff nehmen.
Hindernisse bei Renovierungsarbeiten
Was könnten also die potenziellen Hindernisse sein? Das offensichtlichste Hindernis ist das Ende der Coronavirus-Pandemie, sei es durch Massenimpfungen oder durch einen allmählichen Rückgang der Infektionsrate. Dies würde zu höheren Ausgaben für Urlaubsreisen, Restaurantbesuche usw. führen und somit sowohl die Zeit als auch das Budget für Renovierungsarbeiten verringern. Doch dies könnte noch einige Zeit dauern…
Zudem werden strenge Lockdowns, bei denen Baumärkte zur Schließung gezwungen sind (wie derzeit in den Niederlanden), negative Auswirkungen haben. Auch wenn Verbraucher Heimwerkerartikel in größerem Umfang als je zuvor online bestellen, wird sich die Schließung der Baumärkte negativ auswirken.
Wir stellen diese Berichte unseren Abonnenten des „European Home Improvement Monitor“kostenlos zur Verfügung gestellt. Wir möchten unseren neuesten Bericht jedoch auch dem Rest der Branche kostenlos zugänglich machen, da es sich um so wichtige und interessante Informationen handelt und wir der Branche zudem etwas zurückgeben möchten.