Marktbericht
Die Zukunft der Bauindustrie
Gewinnen Sie mit den Marktberichten des „European Architectural Barometer“ wertvolle Einblicke in die europäische Architekturlandschaft. Bleiben Sie mit dieser Informationsquelle über Trends und Prognosen auf dem Laufenden, die für Architekten von Bedeutung sind.
Blogs I published 24 September 2024 I Dirk Hoogenboom
Zukünftige Entwicklungen im Bauwesen sind noch in weiter Ferne
Auch wenn sich die Baubranche derzeit in einem tiefgreifenden Wandel befindet, verläuft der Weg zur Einführung modernster Technologien nach wie vor nur langsam. Was steht denn nun im Mittelpunkt der Diskussion? Wie lange können wir es uns noch leisten, traditionelle Methoden dem Potenzial neuer Technologien (KI, Blockchain, Robotik, IoT …) vorzuziehen? Und wie bald können wir mit einer flächendeckenden Integration in Bauprojekte rechnen?
All dies – und noch mehr – haben wir im Bericht zum Europäischen Architekturbarometer für das 2. Quartal 2024, wobei wir uns eingehend mit Lösungen befasst haben, die die Branche maßgeblich beeinflussen werden. Der im August veröffentlichte Bericht enthält Einblicke aus acht europäischen Ländern und skizziert die künftigen Schwerpunkte der Architekten.

Zuerst Nachhaltigkeit, dann Innovation
Die Baubranche ist, wie wir nur zu gut wissen, bekanntermaßen sehr traditionsbewusst und passt sich nur langsam an. Auf die Frage, was die Branche antreibt, denken Architekten an fest verankerte Trends: Im Mittelpunkt stehen Nachhaltigkeit (22 %), ressourcenschonende Materialien (20 %) und die Vorfertigung (14 %), während innovative Technologien noch nicht richtig Fuß gefasst haben. Künstliche Intelligenz (KI) belegte beispielsweiseden 6. Platz bei den erwarteten Trends, wobei nur knappe 11 % sie spontan nannten. Zwar zeigen unsere Statistiken 6–7 aufstrebende Trends, die das kommende Jahrzehnt im Bauwesen prägen werden, doch ist es wichtig zu beachten, dass viele Architekten – etwa 70 % von ihnen, wenn sie dazu aufgefordert werden – auch andere Faktoren als die in der Übersicht aufgeführten nennen.
Fortschrittliche Technologien treten in den Hintergrund
Trotz des Hypes um KI, Drohnentechnologie, Nanotechnologie, Augmented Reality, Robotisierung, Blockchain und 3D-Druck … halten Architekten diese Technologien weiterhin im Hintergrund. Im größeren Maßstab werden die meisten davon weitgehend ignoriert; lediglich das Internet der Dinge (IoT) belegt bei laufenden Projektenden 6. Platz (wobei 29 % aller europäischen Architekten angeben, dass dieses Thema in ihren Projekten bereits stark oder sehr stark berücksichtigt wird). Die vorrangigen Trends sind strengere Vorschriften (61 %), nachhaltiges Bauen (55 %) und Off-Site-Bauweise (37 %). Die Akzeptanzraten für die übrigen Technologien – etwa Blockchain, Robotisierung und Nanotechnologie – scheinen noch in weiter Ferne zu liegen, wobei über 50 % der Architekten auf direkte Nachfrage angaben, diese überhaupt nicht zu berücksichtigen.
Zeitplan für die Integration
Was die Dauer betrifft, so sind die Erwartungen eher zurückhaltend. Die Mehrheit der Architekten geht nicht davon aus, dass fortschrittliche Technologien in naher Zukunft zum Einsatz kommen werden. Generell sehen wir jedoch bestimmte Entwicklungen, die bereits stattfinden oder in den nächsten drei Jahren stattfinden werden: Drohnen, IoT, AR und KI. Diese werden jedoch deutlich von grünen Gebäuden (57 %), der Off-Site-Bauweise (54 %) und einer geringeren Abfallproduktion auf der Baustelle (46 %) in den Schatten gestellt. Zum Vergleich: Blockchain, Robotisierung und Nanotechnologie liegen bei 10 % bis 14 %, was bedeutet, dass sich in den nächsten zehn Jahren fortgeschrittenere Trends durchsetzen werden.
Fazit
Das „European Architectural Barometer“ unterstreicht, dass Nachhaltigkeit weiterhin im Mittelpunkt der Diskussion steht und dass disruptive Technologien – obwohl mit großer Spannung erwartet – noch einen langen Weg vor sich haben, bevor sie in der Bauindustrie zum Alltag werden.
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